Wuestenfuchs.eu

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Mannes und Grötsch auf großer Fahrt

TÜV bestanden

April 22nd, 2007

Nach einer stressigen ersten Uniwoche haben wir es nun doch geschafft, Humphrey seine kleinen Schlappen (Straßenreifen - örgs das Auto sieht wirklich entstellt aus jetzt) aufzuziehen und und ihn seiner Dachlast zu entledigen. Der TÜV war dann auch nicht gerade begeistert von einigen unwichtigen Details (Ventilkappe am Reifen fehlt - wir sind eindeutig wieder in Deutschland!) aber hat uns das ersehnte Siegel erteilt und so wurde dann heute gleich das schöne Wetter genutzt um den, leider tatsächlich an mehreren Schweißnähten gebrochenen Kinderriegel (alias Frontschutzbügel, welch langweiliger Name, bestimmt auch Bürokratendeutsch), abzumontieren und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Plastikschürze vorne abzuschrauben. Es ist ja geplant, falls finanzierbar, einen neuen Frontbügel schweißen zu lassen. Das würde dann sowohl die Optik als auch die Stabilität unseres Gefährtes ordentlich aufwerten.
Aber für all diese Vorhaben braucht der Mensch eine ordentliche Garage, die wir nicht haben. Auf dem Stellplatz, den wir gemietet haben, kann man aufgrund der Schräge nicht ordentlich basteln und immer Mannes’ Oma zu belagern geht auf Dauer auch nicht gut. Insbesondere bei größeren Arbeiten wäre eine Werkstatt, in der man alles liegen lassen kann und am nächsten Tag weiterarbeiten kann sehr praktisch. Daher suchen wir eine bezahlbare Garage/Schuppen/Scheune etc. in der Umgebung Münchens (ca. 30min Anfahrt, also so von der Entfernung wie Wolfratshausen) in der wir Humphrey samt Zubehör bequem unterbringen können und noch genug Platz zum arbeiten haben. Preislich haben wir an 35-60€ gedacht, falls das realistisch ist. Wenn jemandem etwas in der Richtung zu Ohren kommt, soll er sich doch bitte bei mir melden :-). Schönen Sonntag noch!!

Elba

April 15th, 2007

Jetzt haben wir bzw. inwischen ich (Philipp) mich schon lange nicht mehr gemeldet. Unsere Planung hat gut geklappt und so hatten wir wieder eine geruhsame Fahrt in einer Kabine, diesmal sogar mit Fenster weil das Schiff noch leerer war als bei der Hinfahrt :-). Nach der, doch etwas beängstigenden, Fahrt durch das enge und volle Genua mit seinen, einem Sci-Fi-Film entliehenen Autobahnkonstukten, fanden wir unseren Campingplatz. Der ist doch eine Erwähnung wert: Mitten in einem engen Vorort gehts etwas den Berg hoch, in eine Seitenstraße und schon ist man in einer kleinen Schlucht mitten in der Natur. Aber leider mit 35€ recht teuer :-(. Abends kam dann Nora aus München am Flughafen an und wir haben noch schon zusammen Pizza gegessen. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Mannes der seinen Flieger nach Deutschland trotz Schraubenzieherset und Messer im Rucksack erreicht hat ;-).
Dann ging es mit Nora und Humphrey ab nach Piombino und von dort mit der Fähre nach Elba. Dort haben wir einige wunderbare Tage in der totalen Nebensaison verbracht, der Camping war fast leer! Zu erzählen gibts nicht viel, weil wir so wunderbar faul waren und in den Tag reingelebt haben. Einen Tag haben wir mit einer Vespa die Insel umrundet :-). Auf der Heimreise haben wir Humphrey noch die Toskana gezeigt und ihn den Hüttenberg hochgescheucht. Allerdings musste er diesmal nicht die letzten Meter bis zur Hütte erklimmen. Nun sind wir zufrieden und entspannt in München angekommen und haben noch einen wunderbar gechillten Sonntag mit Ausräumen und Biergarten verbracht. Jetzt wird es langsam kalt im Garten also wünsch ich euch eine schöne Nacht!! Euer Philipp

Berge

April 5th, 2007

Leider war die Internetverbindung in Tataouine so dermaßen landsam, dass ihr die Bilder zum letzten Beitrag erst heute bekommt. Nachdem wir uns gestern morgen von den Anderen verabschiedet hatten ging es erstmal über eine fürchterliche Rüttelpiste Richtung Berge (das letzte Mal Rüttelpiste hatte es uns ein Parkticket von 1999 aus Humphreys Amaturen rausgerüttelt ;-) diesmal kam nix) und weiter nach Tataouine. Dort lockten nämlich die angeblich besten “Cornel de Gazelle”, eine papsüße Teigtasche mit Nusshonigfüllung. Lecker aber nicht zu vergleichen mit den leckeren Perversiäten, die Südafrikas Konditoreien verkaufen! Nach einem leckeren Grillhändel und einem Kaffee für 20 Cent ging es noch in das besagte lahme Internetcafe und dann weiter in die Berge. Leider stellte sich die “Panoramarundfahrt” als nicht allzu beeindruckend heraus. Wir sind wohl von Marokkos Bergen verdorben ;-). Wir sind dann für die Nacht in einem kleinen Bergdörfchen geblieben und haben uns das dortige Ksar angesehen. Alles nicht mehr allzu beeidruckend nach den Erlebnissen in der Wüste. Leider durften wir nicht auf dem Ksarhof campen, sondern mussten runter in die Oase und dort unter Palmen uns hinstellen. Am Abend kamen die Männer aus dem Dorf und haben mit uns und einer deutschen Familie, die sich auch in die Oase “verirrt” hatten, einen Tee am Lagerfeuer getrunken - ein schöner Ausklang unserer Reise!
Heute stand dann Kilometerfressen auf dem Program. 3.5bar auf die Reifen und ab auf die Landstraße. Mittags hat es uns leider in einen Touristenschuppen verschlagen, weil die dortige Pizza so gut gerochten hatte ;-). Tja, das durften wir dann mit unseren letzten Dinars bezahlen. Ach nein, die letzten 2,80 Dinar haben wir für eine Dose Harizza für Papa ausgegeben; wir haben den Händler überzeugen können, dass wir nichts mehr haben und mussten dann noch eine Flasche Cola drauflegen :-D.
Morgen vormittag werden wir noch einen kleinen Rundgang durch die Ruinen von Karthago machen um dann auf der Fähre zu verschwinden und diesem schönen Land zum Abschied zuzuwinken. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier!! Zurück in Europa werden wir uns mit Nora treffen und noch einen Abend zusammen verbringen bevor Mannes dann am Sonntag morgen nach München zurückfliegen wird. Nora und ich werden uns noch ein paar Tage auf Elba die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Wir melden uns auf jeden Fall mit einem Abschlussbericht aus München wieder!! Bis bald, eure Wüstenfüchse

Supaaa Urlaub

April 4th, 2007

Gestern stand die Fahrt von Douz nach Ksar Gilhane dran. Natürlich wieder durch die Wüste und nicht auf der neu gebauten Asphaltstraße. Wir dürfen unseren Reise-Know-How Führer zitieren: „Die in manchen Karten eingezeichnete direkte Verbindung zwischen Ksar Gilhane und Douz durch die Dünen handelt es sich um eine ca. 90km lange, bzgl. der Orientierung schwierige und nur mit Geländefahrzeugen zu bewältigende Querfeldeinroute (keine markierten Pisten, Weichsandfelder, „Dünenslalom“), die im Konvoi und möglichst nur mit Führer befahren werden sollte.“
Oder um es kurz zu sagen: SAUGEIL!!! Es war alles dabei, von den schnelleren Schotterpassagen zu den kleinen weichen Sandhuggeln um die Humphrey immer so schön rumdriftet bis zu den wirklich hohen Dünengürteln, durch die man nur mit abgelassenen Reifen und mit höchsten Drehzahlen kommt. Aber wenn man auf so einem Ding oben steht, ist man einfach in Champagnerlaune. Das waren wohl auch schon andere vor uns, wie die gefundene Flasche hinter einem wirklich schweren Gürtel zeigte ^^. Die Mopedfahrer hatten ihren Spass, wenn auch Steffen zur Mittagspause doch einen „etwas“ geröteten Kopf hatte ;-). Mittagessen war zum Glück aber in einem Brunnengebäude mitten in der Wüste, in dem es angenehm kühl war und in dem die wuestenfuchs.eu Page verewigt wurde. Wieder draußen ging’s dann weiter bei 35°C Richtung Ksar, durch Kamelherden und blühende Wüstenlandschaften (es hat wohl recht viel geregnet die letzten Wochen und so bekommen wir dieses seltene Ereignis zu sehen, wirklich schön. Und es riecht super, wie Flieder). Im Ksar angekommen gabs dann erstmal ein extrem entspannendes Bad in der Oasenquelle: 35°C warmes Wasser, leider ein bisschen schwefelig. Abends saßen wir beim Essen am Campingplatz zusammen und haben das Erlebte Revue passieren lassen. Geschlafen haben wir am Rand der Oase mit Blick auf die Dünenfelder – einfach unvergesslich dieser Tag.
Heute Früh wurden wir dann von „Motorradrowdies“ geweckt, die gegen 9h vor der Zelttür vorbeirasten. Es war schnell klar, dass es sich um die „Optik 2000 Rallye“ handelte. Nach und nach kamen Motorräder, Autos und Trucks vor unserer Nase vorbeigekachelt und wir kamen mit dem Knippsen und Winken garnicht mehr nach. Als die Karawane vorbeigezogen war hat Philipp noch ne Runde mit Markus’ KTM durch die kleineren Dünenhuggel gedreht und hatte das fachmännisch „KTM-Grinsen“gennant, die folgende Stunde in seinem Gesicht. Gegen Abend wollten wir uns noch Quads ausleihen um das naheliegende Ksar zu besuchen und noch ein bisschen Spass im Sand zu haben und das Wüstenerlebnis richtig ausklingen zu lassen. Morgen werden wir uns nämlich von den anderen trennen müssen und langsam wieder Richtung Norden aufbrechen. Es wird noch eine Etappe in den Bergen von Matmata geben und hoffentlich schöne Bilder von den Höhlenwohnungen dort. Aus Nabeul werden wir uns dann ein letztes Mal melden. „Super Urlaub!!!“ Eure Wüstenfüchse.

Jetzt wirds sandig

April 1st, 2007

In der Früh ging es recht zeitig los in die Stadt zum einkaufen, tanken und surfen. Humphrey hat zwei Kanister Sprit und wir einige Sixpacks Wasser zur Sicherheit hinten rein bekommen. Kurz hinter Douz ging es dann auf eine Sandpiste, die sehr schön zu fahren war, mit einigen Sandverwehungen unterwegs aber alles ohne Probleme zu meistern. Die Motorradfahrer (vielleicht sollten wir mal alle mit Namen benennen: Mate, Heike, Markus und Steffen wobei die beiden letzteren die Mopedfahrer sind :-) hatten ihren Spass und haben unserem Geschwader Geleitschutz gegeben. Mittags wurde an einem verlassenen Cafe an der Route gegessen und sich mental auf das da Kommende vorbereitet: Dünenfelder soweit das Auge reicht. Den Vierradantrieb rein und los!! Man kann leider nicht sonderlich gut vermitteln was am Sandfahren so Spass macht, aber vielleicht können die Ski- und Snowboardfahrer ein bisschen nachvollziehen wie es sich anfühlt in einem richtigen Flow eine Huggelpiste abzufahren. Der Sand war nochdazu sehr hart und damit völlig problemlos zu fahren.
Die Mopedfahrer haben sich immer wieder von den Autos entfernt um in den angrenzenden, höheren Dünen ihren Spass zu haben um dann wieder zur Gruppe zu stoßen. Doch plötzlich waren die beiden nicht mehr zu sehen. Wir sind ein Stück zurückgefahren und haben die Dünen mit dem Fernglas abgesucht. Und tatsächlich standen sie auf einer höheren Düne und bewegeten sich kein Stück. Kurz darauf kam Markus und überbrachte uns die Nachricht, dass Steffens Motorrad nicht mehr anspringe und er ziemlich oben in der Düne feststecke. “Neee mit den Jeeps kommts ihr da net hoch” - das war dann doch eine Herausforderung. Und tatsächlich war es dann kein größeres Problem den SAndberg zu erklimmen. Oben angekommen mussten wir nach einiger Zeit der Unschlüssigkeit feststellen, dass das Motorrad wohl Sand angesaugt hatte und an diesem Tag zumindest nicht mehr zu reparieren war. So setzen wir einen GPS-Punkt und machten uns auf den Weg die letzten zehn Kilometer zum Djibel Tambeine zurückzulegen: Ein Tafelberg in Mitten eines Sandmeeres. Pünktlich zu Sonnenuntergang hatten wir die doch dann schon anspruchsvolleren Dünenfelder zurückgelegt (1.5 bar Reifendruck war dann doch nötig ^^) und konnten den Berg (ca 60hm) erklimmen und den Sonnenuntergang über der Wüste genießen. WOW. Kaum zu beschreiben welche Gefühle bei diesem Anblick in einem aufkommen. Ruhe, Zufriedenheit, auch Stolz so weit gekommen zu sein, vielleicht auch eine Brise Wehmut diesen Augenblick nicht teilen zu können.
Am Abend haben wir dann noch schön gekocht und haben uns dann in unser Dachzelt verkrochen und die Stille genossen.
Der nächste Morgen barg dann doch einige unschöne Überraschungen: starker Wind mit Sand machte das Frühstücken unmöglich und wir hatten auch garkeine Zeite dazu weil unser forderer rechter Reifen platt war und wir den Reservereifen aufziehen mussten. Nach einer Überstürzten Abfahrt sind wir dann zurück zum Moped gebaggert und haben uns beim Versuch die dortige Düne auf ein Neues zu erklimmen ziemlich festgebuddelt. Wahnsinn wie krass sich die Konsitenz des Sandes inerhalb von wenigen Stunden ändern kann: von bockelhart in ziemlich weichen “Treibsand” der den Motor kräftig gefordert hat. Wieder frei haben wir es dann vorgezogen die Düne zu Füß bis zu den Mopeds zu erklimmen und dort mitzuhelfen das kaputte der beiden an die Anhängevorrichtung des Jeeps der anderen anzuhängen. Das ganze in richtig knallender Wüstensonne war dann doch recht Kräftezehrend und hat eine Menge Zeit gekostet. So haben wir dann den Heimweg nach Douz angetreten und sind in den Sonnenuntergang gecruised mit gechillten Klängen aus dem Radio und der Gewissheit, dass die Wüste ein mehr als ebenbürtiger Gegner war und ist. Eine geile Tour wars!!
Am Abend gabs dan Menu Italien am campingplatzeigenen Restaurant, da wir doch alle ziemlich platt waren und einen Bährenhunger hatten, da das Essen den ganzen Tag ein bisschen auf der Strecke geblieben ist - lecker wars.
Heute ist Ruhetag angesagt. Das Moped wurde repariert und hat vor 20 min wieder seine ersten Laute von sich gegeben. Es ist zum ersten Mal während dieser Reise so richtig heiß und wir nutzen die Zeit um kleine, längst fällige Arbeiten an Humphrey durchzuführen und die nächsten Tage zu planen. Jetzt gehts gleich in die Stadt zum geldholen, Reifen flicken lassen und Internetcafe besuchen. Evtl. gehts heute Abend noch in die Dünen zum Quadfahren, wenn es nicht zu teuer ist.
Morgen gehts dann Richtung Ksar Gilhane mit seinen heißen Quellen und natürlich den Dünen. Die Restlichen Tage werden wir dann wohl im Bergland von Tatouine un Matama verbringen und uns dann langsam wieder Richtung Norden gen Fährhafe bewegen.
So jetzt reichts an Text ;-) bis bald eure Wüstenfüchse